Photograph = Objekt.

Mich interessierte es, wie Photograph und Objekt verschmelzen können, sozusagen eins werden. In der Installation, die ähnlich eines Passbildautomaten funktionierte, sollten sich verschiedene Personen selbst photographieren. Der Sich-Selbst-Photographierende sah sich wie in einem Spiegel auf einem Videomonitor und konnte so als Photograph seiner selbst agieren. Der Vorgang bis zum Drücken des Auslösers wurde auf Video aufgezeichnet. Daraus entstanden teilweise sehr intime private Kurz-Portraits. Das war 1980, mit insgesamt 20 Portraitierten.

2015, also 35 Jahre später, gelang es mir zehn Protagonisten von damals ausfindig zu machen, und mit acht von ihnen führte ich diese Selbstphotographien nochmals durch. Diesmal war alles vom technischen viel einfacher, denn ein iPad genügte bereits für die Aufnahmen.

Nun war nicht mehr nur der Vorgang bis zum Moment des Auslösens wichtig und nachvollziehbar. Beim Betrachten beider Aufnahmen nebeneinander, getrennt durch 35 Jahre, entsteht eine zeitliche Momentaufnahme, die sich in den Gesichtern und Bewegungen, Mimiken, widerspiegeln.

In 1980, Werner Schmiedel asked twenty friends to take the perfect self-portrait. 35 years later, eight of them did it again. This time in color.

Special thanks to Filmwerkstatt Düsseldorf, Erwin Michelberger, David Marker, and to all participants.


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